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US-Sanktionen gegen Russland: Neues Gesetz beschlossen

Das US-Repräsentantenhaus hat ein neues Sanktions- und Zollgesetz verabschiedet. US-Sanktionen gegen Russland sollen Moskau die Mittel für den Ukraine-Krieg entziehen.

Redaktion · 17. September 2026, 11:50 Uhr · 3 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 17.09.2026 von Handelsblatt auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Das US-Repräsentantenhaus hat am Mittwoch ein umfassendes Sanktions- und Zollgesetz gegen Russland verabschiedet, das als bedeutendstes Gesetzesvorhaben mit Ukraine-Bezug seit dem Amtsantritt von Präsident Donald Trump im Januar 2025 gilt. Ziel des Gesetzes ist es, Moskau die wirtschaftlichen Mittel für die weitere Kriegsführung in der Ukraine zu entziehen. Die Abstimmung fiel mit 262 zu 159 Stimmen deutlich aus — 58 Demokraten stimmten gemeinsam mit der Mehrheit der Republikaner für das Paket. Der US-Senat hatte bereits im Vormonat zugestimmt.

US-Sanktionen zielen auf Russlands Energiesektor und Rüstungsindustrie

Das Gesetz richtet sich gezielt gegen zwei wirtschaftliche Schlüsselbereiche Russlands. Zum einen sollen die russische Energiebranche und zum anderen die russische Verteidigungsindustrie unter massiven wirtschaftlichen Druck gesetzt werden. Beide Sektoren gelten als zentrale Einnahmequellen, mit denen der Kreml den Krieg gegen die Ukraine finanziert.

Die Maßnahmen knüpfen an bestehende westliche Sanktionspakete an und sollen diese deutlich verschärfen. Russlands Fähigkeit, Waffensysteme zu produzieren und militärische Operationen zu finanzieren, soll dadurch langfristig geschwächt werden.

Schattenflotte im Visier: Sanktionsumgehung soll unterbunden werden

Ein besonderes Augenmerk des Gesetzes gilt der sogenannten Schattenflotte — einem Netzwerk von Öltankern, das Russland eingesetzt hat, um bestehende Sanktionen zu umgehen. Diese Schiffe transportieren russisches Öl unter Umgehung westlicher Kontrollmechanismen in Drittländer und sichern dem russischen Staat so weiterhin erhebliche Deviseneinnahmen.

Durch die neuen Bestimmungen sollen Transaktionen mit diesen Schiffen und deren Betreibern gezielt sanktioniert werden. Das Vorgehen gegen die Schattenflotte gilt als eines der wirksamsten Instrumente, um den russischen Ölexport tatsächlich einzuschränken.

Zölle von bis zu 100 Prozent gegen Drittstaaten möglich

Das Gesetz enthält auch eine weitreichende Ermächtigung für Präsident Trump: Er darf künftig Strafzölle von bis zu 100 Prozent gegen Länder verhängen, die weiterhin in großem Umfang russisches Öl und Gas beziehen. Betroffen wären vor allem:

  • China als größter Einzelabnehmer russischer Energieträger
  • Indien, das seit Kriegsbeginn stark gestiegene Mengen russischen Öls importiert
  • Weitere Länder, die trotz westlicher Sanktionen enge Wirtschaftsbeziehungen zu Russland pflegen

Ziel dieser Strafzölle ist es, den wirtschaftlichen Anreiz zu verringern, russische Energielieferungen zu beziehen, und so den Druck auf Moskau indirekt zu verstärken. Kritiker warnen jedoch vor möglichen Verwerfungen im globalen Handel und einer Belastung der Beziehungen zu wichtigen Partnerländern.

Hintergrund und politische Einordnung

Der Gesetzentwurf war bereits im April 2025 in das Repräsentantenhaus eingebracht worden und durchlief einen mehrmonatigen Beratungsprozess. Die breite parteiübergreifende Mehrheit bei der Abstimmung signalisiert, dass der wirtschaftliche Druck auf Russland in Washington weiterhin auf breiten Konsens stößt — trotz der innenpolitischen Spannungen rund um die Ukraine-Politik der Trump-Regierung.

Das neue Sanktionspaket steht für einen Strategiewechsel: Statt direkter militärischer Unterstützung setzt Washington verstärkt auf wirtschaftlichen Druck, um den Ukraine-Krieg zu beeinflussen. Ob die Maßnahmen die erhoffte Wirkung entfalten, wird maßgeblich davon abhängen, wie konsequent die USA die neuen Instrumente anwenden — und ob Drittstaaten wie China und Indien bereit sind, ihre Energiepartnerschaften mit Russland tatsächlich zu reduzieren.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (Handelsblatt). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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