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CDU in der Krise: Spahn, Pflegereform und Koalitionsstreit

Die CDU kämpft mit internem Streit um Jens Spahn, stockender Pflegereform und Koalitionszwist mit der SPD. Was die Partei jetzt braucht, um wieder Kurs zu finden.

Redaktion · 29. September 2026, 13:15 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 29.09.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Die CDU steckt in einer tiefen Krise: Koalitionsstreit mit der SPD über die Pflegereform, ein beschädigter Jens Spahn, der sich aus dem Haushaltsausschuss zurückgezogen hat, und wachsende Zweifel am Zustand der Volkspartei. CDU-Bundestagsabgeordnete Caroline Bossbach zieht eine schonungslose Bilanz – und fordert von ihrer Partei und dem Koalitionspartner mehr Tempo und weniger Eigeninteresse.

Pflegereform: Krisengipfel ohne Ergebnis

Ein nächtliches Treffen im Kanzleramt zwischen Bundeskanzler Friedrich Merz, SPD-Chef Lars Klingbeil und Gesundheitsminister Karsten Linnemann brachte keinen Durchbruch bei der festgefahrenen Pflegereform. Die Verhandlungen endeten ergebnislos – zur Enttäuschung vieler Unionspolitikerinnen und -politiker.

Bossbach wirft der SPD vor, mit politischem Muskelspiel nach den jüngsten Landtagswahlerfolgen Nachverhandlungen zu erzwingen. Das sei nicht hinnehmbar, da das Reformpapier bereits seit Juni feststehe. Gleichzeitig warnt sie vor weiter steigenden Pflegebeiträgen und einer zunehmenden Belastung der Bürgerinnen und Bürger.

Die zentralen Streitpunkte der Pflegereform im Überblick:

  • Rentenpunkte für pflegende Angehörige – Rücknahme von der SPD gefordert
  • Höhe und Struktur der Pflegebeiträge
  • Finanzierungsgrundlage der gesetzlichen Pflegeversicherung
  • Zeitplan für die Umsetzung der Reform

Jens Spahn und die Grenze der Solidarität

Besonders belastend für die Unionsfraktion ist der Fall Jens Spahn. Nach seinem Rücktritt vom Fraktionsvorsitz und einer Debatte rund um das Thema Leihmutterschaft hat sich Spahn nun auch aus dem Haushaltsausschuss zurückgezogen. In einer per WhatsApp verbreiteten Erklärung begründete er diesen Schritt damit, dass ein normales Arbeiten aufgrund der Politisierung seiner Person kaum noch möglich sei.

Fraktionschef Thorsten Frei hatte Spahn zunächst Rückendeckung gegeben, ließ ihn jedoch nach starkem Druck aus den eigenen Reihen letztlich ziehen. Bossbach kommentiert dies zurückhaltend, macht aber deutlich: Gerade im Haushaltsausschuss, wo unter schwierigen Bedingungen um jeden Posten gerungen werde, müssten Sachfragen im Vordergrund stehen. Personaldiskussionen seien in dieser Lage schlicht nicht tragbar.

Die Entscheidung der Haushälter, Spahn nicht weiter zu stützen, sei deshalb konsequent und nachvollziehbar – ein klares „bis hierher und nicht weiter”.

Koalitionsklima: Streit statt Substanz

Das Verhältnis zwischen CDU und SPD in der Bundesregierung beschreibt Bossbach als zunehmend zermürbend. Beide Seiten seien zu sehr auf Parteilinie bedacht, anstatt gemeinsam Lösungen für die Bürgerinnen und Bürger zu erarbeiten. Neben der Pflegereform stehen weitere große Projekte aus:

  • Reform der gesetzlichen Krankenversicherung
  • Zukunft der Rente mit 63
  • Angleichung von gesetzlicher und privater Krankenversicherung

Auch Äußerungen von Kanzler Merz zu Ungerechtigkeiten zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung sorgten für Irritationen. Bossbach warnt ausdrücklich vor einer schleichenden Sozialdemokratisierung der Union – eine Entwicklung, die sie für falsch und politisch schädlich hält.

CDU-Zukunft: Volkspartei in der Identitätskrise

Bossbach gibt zu: Die CDU ist in weiten Teilen des Landes keine Volkspartei mehr im klassischen Sinne. Die Sonntagsfragen zeigen Woche für Woche sinkende Zustimmungswerte. Interne Debatten, die öffentlich ausgetragen werden, verschlimmern das Bild zusätzlich.

Ihre Forderungen an die eigene Partei sind klar:

  • Interne Diskussionen hinter geschlossenen Türen führen
  • Opportunismus und Eigeninteressen zurückstellen
  • Das Überleben der Volkspartei über Einzelkarrieren stellen
  • Die Handschrift der Union in der Koalition wieder sichtbarer machen

Bossbach zieht eine Parallele zur Nachmerkel-Ära, in der die CDU sich ebenfalls neu finden musste – und es schließlich schaffte. Sie gibt sich kämpferisch: Mit Friedrich Merz als Kanzler und einem geschlossenen Auftreten sei eine Erneuerung möglich. Doch die Zeit drängt – für die Koalition, die Pflegereform und nicht zuletzt für die Glaubwürdigkeit der CDU selbst.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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