Wednesday, 30. September 2026
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Wüst im Kanzler-Modus: Stärke auf Türkei-Reise

Hendrik Wüst präsentiert sich auf Türkei-Reise staatsmännisch – und sammelt Punkte im Rennen um die CDU-Kanzlerkandidatur. Was das für Söder bedeutet.

Redaktion · 29. September 2026, 21:00 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 29.09.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst hat sich mit einer dreitägigen Türkei-Reise als potenzieller Kanzlerkandidat der CDU in Stellung gebracht. Mit einem 50-minütigen Gespräch beim türkischen Premierminister setzte er ein außenpolitisches Signal, das weit über Landesgrenzen hinauswirkt – und seinen parteiinternen Konkurrenten Markus Söder unter Druck setzt.

Wüst sammelt außenpolitische Erfahrung – auf Kosten Söders

Der Besuch in der Türkei verlief für Wüst nach außen hin bemerkenswert souverän. Dass ein Ministerpräsident überhaupt eine solche Audienz erhält und dabei als ernstzunehmender Gesprächspartner auf internationalem Parkett wahrgenommen wird, ist keine Selbstverständlichkeit.

Für die innerparteiliche Debatte in der CDU ist das von erheblicher Bedeutung: Wer Friedrich Merz langfristig beerben will, muss sowohl innenpolitisch überzeugen als auch außenpolitische Handlungskompetenz demonstrieren. Genau das ist Wüst mit dieser Reise gelungen – etwas, das Söder bislang nicht in vergleichbarer Form vorweisen kann.

Im Hintergrund steht für Wüst zudem die Landtagswahl in NRW im kommenden Jahr, bei der er als Ministerpräsident erneut antreten will. Jeder Auftritt auf großer Bühne zahlt doppelt ein: auf das Landeskonto und auf das Kanzlerkonto.

Elif Ereib und die Berliner Haushaltskrise: Wahlsiegerin unter Druck

Einen wahren Katastrophentag erlebte hingegen Elif Ereib, die Wahlsiegerin der Linkspartei in Berlin. Gleich mehrere Nachrichten belasteten die frisch gewählte Politikerin schwer.

Zum einen wurde bekannt, dass offenbar weitere Mitglieder krimineller Clans auf den Wahlpartys der Linken anwesend waren – ein Bild, das die Partei in Berlin mehr als nur beschädigt. Eine bloße Distanzierungserklärung reicht erkennbar nicht aus.

Zum anderen präsentierte der Berliner Finanzsenator neue Haushaltszahlen, die Ereibs ambitionierte Pläne von Grund auf in Frage stellen:

  • Bis 2030 fehlen Berlin bis zu 15 Milliarden Euro
  • Das Wahlprogramm der Linken sah weitreichende Verstaatlichungen von Wohnkonzernen vor
  • Zahlreiche Leistungen sollten kostenlos für Bürgerinnen und Bürger bereitgestellt werden
  • All diese Vorhaben sind angesichts des Haushaltslochs kaum finanzierbar

Ereib dürfte damit einen Großteil ihrer Versprechen nicht einlösen können – ein schwerer Start für eine Wahlgewinnerin, die eigentlich gestalten wollte.

Sigmund in Sachsen-Anhalt: AfD hofft auf CDU-Überläufer

In Sachsen-Anhalt sorgt Ulrich Sigmund von der AfD für politische Spannung. Der Wahlgewinner mit knapp 44 Prozent hat angekündigt, bei der Ministerpräsidentenwahl zu kandidieren – eine an sich logische Konsequenz, die in diesem Fall jedoch von einer entscheidenden Frage begleitet wird: Wer soll ihn wählen?

Das BSW, mit dem derzeit Koalitionsgespräche laufen, hat eine Unterstützung bislang ausgeschlossen und allenfalls Enthaltung signalisiert. Aus AfD-Fraktionskreisen sind allerdings Berichte über erfolgreiche Gespräche mit einzelnen CDU-Abgeordneten zu vernehmen – bislang ohne Bestätigung von CDU-Seite. Sigmunds auffallend optimistischer Ton lässt dennoch Spekulationen über mögliche Überläufer zu, die ihm im Dezember eine knappe Mehrheit verschaffen könnten.

Grüne und Vermögenssteuer: Widerspruch im eigenen Programm

Für Diskussionen sorgen auch neue Pläne der Grünen zur Vermögensbesteuerung. Demnach sollen Vermögen ab 500 Millionen Euro künftig mit einem Grenzsteuersatz von zwei Prozent belastet werden, der auf bis zu vier Prozent ansteigen soll. Die erhofften Mehreinnahmen werden auf rund 20 Milliarden Euro jährlich beziffert.

Kritiker verweisen dabei auf einen offensichtlichen Widerspruch: Im Wahlprogramm 2025 hatten die Grünen selbst für die Ansiedlung ausländischen Kapitals in Deutschland geworben. Höhere Steuern auf Vermögen und Kapital wirken jedoch erfahrungsgemäß als Abschreckung – Kapital ist mobil und weicht auf andere Standorte aus, anstatt zuzufließen.

Angesichts der angespannten Wirtschaftslage in Deutschland wäre eine kapitalfreundlichere Politik wohl zielführender, um Investitionen und damit Arbeitsplätze zu schaffen. Der innenpolitische Profilierungsdrang scheint hier stärker zu wiegen als wirtschaftspolitische Kohärenz.

Die Ereignisse dieses Tages zeigen exemplarisch, wie eng Landes- und Bundespolitik in Deutschland derzeit miteinander verwoben sind: Wüsts Türkei-Reise, Berlins Haushaltskrise und die Debatten in Sachsen-Anhalt und bei den Grünen – all das spielt in ein größeres Bild hinein, das die Bundesrepublik auf dem Weg zur nächsten politischen Neuaufstellung zeigt.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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