Dieses Video wurde am 06.05.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Die Bundesregierung plant eine grundlegende Kehrtwende beim Heizungsgesetz: Laut einem Referentenentwurf aus dem Wirtschaftsministerium zum geplanten Gebäudemodernisierungsgesetz sollen Öl- und Gasheizungen auch nach 2045 weiter eingebaut werden dürfen. Die bislang vorgeschriebene Pflicht zum Umstieg auf erneuerbare Energien wird damit erheblich gelockert – eine Entscheidung, die Millionen Haushalte in Deutschland direkt betrifft.
65-Prozent-Vorgabe für erneuerbare Energien fällt
Einer der zentralen und umstrittensten Punkte des bisherigen Heizungsgesetzes war die Vorgabe, dass neu eingebaute Heizungen zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden müssen. Diese Regelung ist mit dem neuen Entwurf vorerst vom Tisch.
Die Streichung dieser Vorgabe ist eine direkte Reaktion auf den massiven politischen und gesellschaftlichen Widerstand, den das ursprüngliche Gesetz seit seiner Einführung ausgelöst hatte. Viele Bürgerinnen und Bürger sowie Handwerksbetriebe hatten die Anforderungen als technisch schwer umsetzbar und finanziell kaum tragbar kritisiert.
Mit dem neuen Kurs signalisiert die Bundesregierung, dass Technologieoffenheit und Bezahlbarkeit künftig stärker gewichtet werden sollen als strikte Vorgaben für bestimmte Heizsysteme.
Beimischungsquote ab 2029 als neuer Ansatz
Anstelle der starren 65-Prozent-Regel soll ab dem Jahr 2029 eine Beimischungsquote für klimaneutrale Brennstoffe eingeführt werden. Konkret sind dabei Energieträger wie Biomethan und Bioöl vorgesehen, die bestehenden fossilen Brennstoffen beigemischt werden.
Dieser Ansatz verfolgt mehrere Ziele:
- Schrittweise Reduktion von CO₂-Emissionen im Gebäudesektor
- Erhalt der Flexibilität für Haushalte bei der Wahl ihrer Heiztechnik
- Nutzung bereits vorhandener Infrastruktur für Gas und Öl
- Förderung klimaneutraler Brennstoffe als Übergangslösung
Kritiker hingegen bezweifeln, ob Biomethan und Bioöl in ausreichenden Mengen verfügbar sein werden, um einen nennenswerten Beitrag zur Klimaneutralität zu leisten. Die tatsächliche Wirksamkeit der Beimischungsquote wird daher ein zentrales Streitthema in der weiteren politischen Debatte bleiben.
Entlastung der Bürger um bis zu 5 Milliarden Euro jährlich
Ein wesentliches Argument der Bundesregierung für den neuen Kurs ist die finanzielle Entlastung der Bevölkerung. Laut dem Referentenentwurf sollen die Bürgerinnen und Bürger durch die gelockerten Anforderungen um bis zu 5 Milliarden Euro jährlich entlastet werden.
Diese Summe ergibt sich vor allem daraus, dass der teure Pflichtaustausch von funktionierenden Öl- und Gasheizungen entfällt. Bisher drohten vielen Haushalten erhebliche Investitionskosten, etwa für den Einbau von Wärmepumpen oder anderen Systemen auf Basis erneuerbarer Energien.
Gerade für Eigentümer älterer Gebäude und einkommensschwächere Haushalte war die bisherige Regelung eine erhebliche Belastung. Die neue Regelung gibt ihnen mehr Zeit und Spielraum, um sich auf die langfristige Energiewende im Wohnbereich vorzubereiten.
Einordnung: Kurswechsel mit politischer Sprengkraft
Der Referentenentwurf aus dem Wirtschaftsministerium markiert einen deutlichen Kurswechsel in der deutschen Energiepolitik und Klimaschutzstrategie für den Gebäudesektor. Ob das Gebäudemodernisierungsgesetz in dieser Form verabschiedet wird, hängt vom weiteren Gesetzgebungsverfahren und der Einigung innerhalb der Bundesregierung ab.
Umweltverbände dürften den Rückzug von den bisherigen Klimazielen scharf kritisieren, während Wohnungswirtschaft und Verbraucherschützer die größere Flexibilität begrüßen werden. Die Debatte um den richtigen Weg zur Wärmewende in Deutschland ist damit noch lange nicht abgeschlossen – sie dürfte im Gegenteil neu entfacht werden.
Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.


