Dieses Video wurde am 13.08.2026 von BILD auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Die Ukraine hat nach eigenen Angaben einen massiven Angriff auf einen wichtigen russischen Marinestützpunkt am Schwarzen Meer durchgeführt. Dabei sollen vier russische Kriegsschiffe beschädigt worden sein. Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte die Einschläge auf der Plattform X – während Kremlchef Wladimir Putin zeitgleich weit entfernt bei der russischen Pazifikflotte Stärke demonstrieren wollte.
Schwarzmeerhafen unter Beschuss: Was die Ukraine meldet
Kiew setzt bei dem Angriff auf den russischen Schwarzmeerhafen auf eine Kombination verschiedener Waffensysteme. Laut ukrainischen Angaben kamen dabei folgende Mittel zum Einsatz:
- Drohnen aus der Luft
- Marschflugkörper zur präzisen Bekämpfung von Zielen
- Seedrohnen für den Angriff vom Wasser aus
Das Ergebnis: Vier russische Kriegsschiffe sollen bei dem Angriff beschädigt worden sein. Darüber hinaus wurde offenbar auch ein Getreideterminal in dem Hafen getroffen – ein Treffer, der neben dem militärischen auch wirtschaftliche Konsequenzen haben könnte.
Selenskyj bestätigt Treffer, Russland schweigt zu Schäden
Präsident Selenskyj ließ keine Zeit verstreichen und bestätigte den Angriff öffentlich über den Kurznachrichtendienst X. Russland hingegen äußerte sich zunächst nicht konkret zu den entstandenen Schäden an seiner Schwarzmeerflotte.
Die Ukraine verfolgt mit solchen Angriffen auf russische Marinestützpunkte eine klare strategische Linie: Durch die Schwächung der russischen Seestreitkräfte soll die eigene Küste besser geschützt und russische Versorgungsrouten gestört werden. Bereits in der Vergangenheit gelang es Kiew, russische Kriegsschiffe und Infrastruktur am Schwarzen Meer erheblich zu beschädigen.
Putin inszeniert sich an der Pazifikflotte – fernab der Front
Während die Angriffe auf den Schwarzmeerhafen erfolgten, befand sich Putin auf einem Propagandabesuch bei der russischen Pazifikflotte im fernen Osten des Landes. Von der Brücke eines Kriegsschiffs aus verfolgte er Marinemanöver und sprach über Russlands Sicherheit sowie den Krieg gegen die Ukraine.
Bilder des Besuchs zeigten einen deutlichen Kontrast: Während die Besatzungen der Schiffe mit einfacher Bordverpflegung auskamen, ließ sich der Kremlchef mit feinstem Kaviar bewirten. Die Aufnahmen wirkten wie eine bewusst inszenierte Machtdemonstration, standen jedoch in scharfem Widerspruch zur militärischen Realität, die sich zeitgleich am Schwarzen Meer abspielte.
Einordnung: Ukraines Strategie gegen die russische Flotte
Der jüngste Angriff auf den Schwarzmeerhafen reiht sich in eine Serie ukrainischer Operationen gegen russische Seestreitkräfte ein. Für die Ukraine ist die Kontrolle über das Schwarze Meer von entscheidender strategischer und wirtschaftlicher Bedeutung – nicht zuletzt für den Export von Getreide und anderen Gütern.
Die Kombination aus Luft-, See- und Marschflugkörperangriffen zeigt, dass Kiew zunehmend asymmetrische Mittel einsetzt, um russische Militärkapazitäten zu degradieren. Ob und in welchem Ausmaß die gemeldeten Schäden an den vier Kriegsschiffen tatsächlich die Kampfkraft der russischen Schwarzmeerflotte langfristig beeinträchtigen, bleibt abzuwarten. Russland steht unter Druck, seine Seestreitkräfte trotz anhaltender ukrainischer Angriffe einsatzbereit zu halten.
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