Sanktionen gegen Russland: Ostsee wird Krisenherd

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Dieses Video wurde am 18.08.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Die Sanktionen gegen Russland sollen deutlich verschärft werden: EU-Chefdiplomatin Kaja Kallas hat das weitreichendste Sanktionspaket seit Beginn des Ukraine-Krieges angekündigt. Gleichzeitig eskaliert Russland die Spannungen in der Ostsee, während die humanitäre Lage in der Ukraine immer dramatischer wird. Der vergangene Monat war laut der UN-Menschenrechtskommission der folgenschwerste für Zivilisten seit Mai 2022 – mit 437 Getöteten und 2.610 Verletzten.

EU plant massiv ausgeweitete Sanktionsliste

Kallas kündigte an, die Zahl der sanktionierten Personen und Einrichtungen um ein Drittel zu erhöhen. Bislang stehen rund 3.000 Personen und Institutionen auf der EU-Sanktionsliste. Mit dem neuen Paket sollen es knapp 4.000 werden. Kallas zeigte sich mit der bisherigen Wirkung der Maßnahmen zufrieden: Die EU-Sanktionen hätten Russlands Kriegsmaschine bereits über eine Billion Euro gekostet.

Für die Umsetzung benötigt Kallas jedoch die einstimmige Zustimmung aller 27 EU-Mitgliedstaaten – eine hohe Hürde, die in der Vergangenheit bereits zu Verzögerungen geführt hat.

Ukraines Präsident Selenskyj weist derweil auf eine weitere Schwachstelle hin: Noch immer sollen G7-Staaten mittelbar militärisch nutzbares Material nach Russland liefern – etwa über Drittländer. Militärexperte Wolfgang Richter, Oberst a.D., bestätigt, dass sogenannte Dual-Use-Güter – also Produkte mit zivilem und militärischem Verwendungszweck – über den globalen Handel zu russischen Rüstungsbetrieben gelangen können.

Russlands Schattenflotte und die Ostsee als neuer Konfliktherd

Fast zeitgleich mit den Sanktionsankündigungen verlegte Russland weitere Kriegsschiffe in die Ostsee: Neben dem Zerstörer Admiral Leevchenko ist nun auch die Lenkwaffenfregatte Admiral Kassonov in das Seegebiet verlegt worden. Putin drohte mit Gegenmaßnahmen gegen die Kontrolle russischer Schiffe der sogenannten Schattenflotte – jener Tanker, die russisches Öl unter Umgehung westlicher Sanktionen transportieren.

Richter ordnet die Rechtslage ein: Völkerrechtlich verbindliche Sanktionen könnten nur vom UN-Sicherheitsrat verhängt werden – dem Russland als Vetomacht angehört. Die EU-Maßnahmen bewegen sich daher in einer rechtlichen Grauzone. Westliche Staaten stützen ihre Kontrollen auf Verstöße gegen Flaggenregeln, technische Mängel oder fehlende Versicherungsnachweise.

Richter warnt dennoch vor dem Eskalationspotenzial:

  • Versucht ein NATO-Kriegsschiff, ein russisches Schattenflotten-Schiff aufzubringen, könnte ein russisches Kriegsschiff eingreifen.
  • Ein Schusswechsel zwischen NATO- und russischen Seestreitkräften wäre eine gefährliche Eskalationsstufe.
  • Klare Begegnungsregeln und direkte militärische Kommunikationskanäle zwischen den Hauptquartieren sind daher dringend notwendig.
  • Deeskalation im Ernstfall muss sofort möglich sein – das erfordert bestehende Abkommen und funktionierende Kontakte.

Ukraine unter Dauerbeschuss – Gegenangriffe tief in Russland

An der Front dauert der Abnutzungskrieg an. Russland soll zuletzt Teile der Region Saporizhzhia eingenommen haben. Parallel greifen russische Streitkräfte ukrainische Häfen und zivile Infrastruktur an – darunter ein Büchermarkt in der Hauptstadt Kyiv, der vollständig ausbrannte.

Die Ukraine ihrerseits führt zunehmend Schläge tief in russisches Gebiet. Getroffen wurden unter anderem:

  • Ein Warenlager des Online-Händlers Wildberries in Moskau
  • Ölraffinerien und Energieinfrastruktur in Russland
  • Militärische Ziele auf der Krim
  • Ein Kaufhaus in der von Russland besetzten Stadt Donezk

Richter betont, dass diese Angriffe auf Ölinfrastruktur und Raffinerien spürbare Wirkung zeigen: Spritmangel in Russland und sinkende Exporteinnahmen belasten Putins Kriegsbudget merklich.

NATO-Verteidigungspläne: Abschreckung statt Sensation

Berichte über einen angeblichen NATO-Dreipunkteplan – inklusive der Option, russische Raketensysteme in Kaliningrad auszuschalten und russisches Inland anzugreifen – bewertet Richter nüchtern. Solche Maßnahmen entsprächen klassischer militärischer Operationsplanung: Frontnah abwehren, feindliche Logistik unterbrechen, Luftverteidigung ausschalten.

Für realistisch hält Richter ein tatsächliches russisches Angriffsszenario gegen Europa derzeit nicht. Die NATO sei konventionell deutlich überlegen – insbesondere in der Luft und auf See. Russland stecke militärisch in einem verlustreichen Szenario in der Ukraine fest und habe kein strategisches Interesse an einer weiteren Eskalation. Der eigentliche Wert solcher Berichte liege im Signal der Abschreckung – nicht im enthüllten Inhalt.

Die kommenden Wochen werden zeigen, ob das neue Sanktionspaket die nötige Einstimmigkeit der EU-Staaten erhält und ob Russlands Drohgebärden in der Ostsee über Symbolpolitik hinausgehen. Die Risikolage bleibt angespannt.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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