Dürre und Hitze: Getreideernte 2026 sinkt um 7 %

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Dieses Video wurde am 18.08.2026 von Handelsblatt auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Die Getreideernte 2026 in Deutschland fällt spürbar schlechter aus als im Vorjahr. Nach Angaben des Deutschen Bauernverbandes schrumpft die Ernte um rund 7 Prozent gegenüber 2025. Als Ursachen nennt Bauernpräsident Joachim Rückwied ein zu trockenes Frühjahr sowie eine ausgeprägte Hitzewelle in der zweiten Junihälfte, die in vielen Regionen zu einer sogenannten Notreife des Getreides geführt hat. Die Grundversorgung der Bevölkerung ist dennoch gesichert – aber die wirtschaftliche Lage zahlreicher Betriebe spitzt sich zu.

Getreideernte 2026: Versorgung gesichert, Einbußen dennoch erheblich

Laut dem Deutschen Raiffeisenverband wurden in diesem Jahr rund 40,6 Millionen Tonnen Getreide geerntet. Da der jährliche Inlandsverbrauch bei etwa 40 Millionen Tonnen liegt, ist die Grundversorgung knapp gesichert. Exportüberschüsse, die in besseren Jahren zum Ausgleich europäischer Märkte beitragen, fallen hingegen weitgehend weg.

Die Hitzewelle im Juni traf die Pflanzen in einer besonders sensiblen Wachstumsphase. Die Folge war vielerorts eine Notreife: Das Getreide stellt sein Wachstum vorzeitig ein und bildet kleinere, leichtere Körner – was Menge und Qualität gleichermaßen mindert.

Starkes Nord-Süd-Gefälle bei den Ernteausfällen

Die Schäden verteilen sich ungleich über das Bundesgebiet. Besonders hart traf es Betriebe im Süden und Westen Deutschlands, wo fehlender Regen über Wochen hinweg zu Missernten führte. Im Norden fiel die Situation regional etwas günstiger aus, wenngleich auch dort die Trockenheit Spuren hinterließ.

Die wichtigsten Faktoren für die regionalen Unterschiede im Überblick:

  • Anhaltende Trockenheit im Frühjahr in weiten Teilen Süd- und Westdeutschlands
  • Hitzewelle in der zweiten Junihälfte mit Notreife-Effekten
  • Günstigere Niederschlagsbilanz in einzelnen Nordregionen
  • Punktuelle Hagelschäden in einzelnen Obstbaubetrieben mit fast vollständigen Ernteausfällen

Obst ebenfalls betroffen: Apfelernte bricht um 18 Prozent ein

Nicht nur Getreide leidet unter Hitze und Trockenheit. Laut Statistischem Bundesamt fällt die Apfelernte 2026 um fast 18 Prozent geringer aus als im Vorjahreszeitraum. Wiederkehrende Hitzeperioden und anhaltende Trockenheit im Frühjahr und Sommer haben die Entwicklung der Früchte empfindlich gestört.

Die Ernteaussichten im Obstbau sind regional sehr unterschiedlich. Einzelne Betriebe meldeten durch Hagelschäden nahezu vollständige Ernteausfälle, während andere Lagen vergleichsweise glimpflich davonkamen. Insgesamt verschlechtert sich damit die Einkommenslage im gesamten Agrarsektor weiter.

Bauernpräsident fordert staatliches Hilfsprogramm

Bauernpräsident Rückwied zeichnete bei einem Auftritt in Berlin ein düsteres Bild der wirtschaftlichen Lage: Sinkende Erzeugerpreise auf der einen und steigende Betriebs- und Energiekosten auf der anderen Seite machten die Situation für viele Höfe „schlichtweg toxisch”. Er appellierte an die Bundesregierung, umgehend ein staatliches Hilfsprogramm aufzulegen, um bedrohte Betriebe zu stützen.

Die Forderung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der Klimawandel die deutschen Landwirte mit zunehmender Frequenz und Intensität von Extremwetterereignissen konfrontiert. Experten warnen, dass Dürresommer ohne strukturelle Gegenmaßnahmen – etwa den Ausbau von Bewässerungsinfrastruktur und die Förderung trockenresistenter Sorten – künftig zur Regel werden könnten. Die Politik steht damit vor der Frage, wie sie die Ernährungssicherheit langfristig absichern will.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (Handelsblatt). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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