Friday, 18. September 2026
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Spritpreise: Was Bürger von der Regierung fordern

Eine aktuelle Civey-Umfrage zeigt, welche Maßnahmen gegen hohe Spritpreise die Bevölkerung befürwortet – und warum der Tankrabatt dabei fast keine Rolle spielt.

Redaktion · 18. September 2026, 15:45 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 18.09.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Hohe Spritpreise belasten Millionen Autofahrer in Deutschland – und die Frage, wie die Bundesregierung darauf reagieren sollte, beschäftigt die Bevölkerung zunehmend. Eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey, präsentiert von Institutschefin Janina Mütze, zeigt deutlich, welche Entlastungsmaßnahmen die Menschen bevorzugen – und welche fast niemand mehr sehen will. Das Ergebnis überrascht selbst die Forscherin: Der einst breit diskutierte Tankrabatt findet kaum noch Rückhalt in der Bevölkerung.

Energiesteuer senken oder Übergewinne besteuern – die Top-Forderungen

Gefragt, welche Maßnahmen die Bundesregierung angesichts hoher Kraftstoffpreise ergreifen solle, nennen 23 Prozent der Befragten die Senkung der Energiesteuer auf Kraftstoff als wichtigste Option. Annähernd gleichauf liegt mit rund 22 Prozent die Forderung nach einer Übergewinnsteuer für Ölkonzerne. Auf Platz drei folgt die Senkung des CO2-Preises mit etwa 20 Prozent.

Keine dieser Maßnahmen findet eine absolute Mehrheit – doch sie spiegeln klare politische Trennlinien wider. Weitere genannte Optionen im Überblick:

  • Spritpreisdeckel: 12 Prozent
  • Senkung der Stromsteuer: weniger als 10 Prozent
  • Direktzahlungen für Geringverdienende / Energiepauschale pro Haushalt: vereinzelt genannt
  • Tankrabatt: nur 2 Prozent

Dass der Tankrabatt – einst als schnelle Entlastung eingeführt – heute kaum noch Zustimmung genießt, kommentierte Janina Mütze mit Überraschung. Offenbar hat sich in der Bevölkerung die Erkenntnis durchgesetzt, dass ein solches Instrument vor allem den Mineralölkonzernen zugutekam, anstatt direkt bei den Verbrauchern anzukommen.

Parteipolitische Spaltung bei den bevorzugten Maßnahmen

Ein Blick hinter die Gesamtzahlen offenbart ein klar parteipolitisch geprägtes Meinungsbild. Unionsanhänger sprechen sich deutlich häufiger für die Senkung der Energiesteuer aus – eine marktwirtschaftlich orientierte Lösung, die staatliche Eingriffe in die Preisgestaltung vermeidet.

Bei SPD-Wählerinnen und -Wählern hingegen findet die Übergewinnsteuer für Ölkonzerne mehr Anklang. Diese Präferenz für eine stärkere Regulierung großer Energieunternehmen entspricht dem klassisch sozialdemokratischen Ansatz, Lasten gerechter zu verteilen. Das Muster ist nicht überraschend, bestätigt aber, wie stark wirtschaftspolitische Grundüberzeugungen auch bei konkreten Alltagsfragen wie dem Tankpreis durchschlagen.

E-Auto als Ausweg? Meinungen gespalten

Angesichts dauerhaft hoher Kraftstoffkosten stellt sich für viele Haushalte die Frage, ob ein Umstieg auf ein Elektroauto langfristig sinnvoll ist. Die Civey-Daten zeigen: Die Gesellschaft ist in dieser Frage tief gespalten.

38 Prozent der Befragten geben an, eher bereit zu sein, auf ein E-Auto umzusteigen. 16 Prozent sind noch unentschieden. Doch eine klare Mehrheit von 46 Prozent lehnt einen Wechsel ab.

Auch hier zeigen sich demografische und politische Muster: Jüngere Befragte und Grünen-nahe Wähler tendieren stärker zum Elektroauto. Ältere und konservativere Befragte bleiben skeptisch – teils aus finanziellen Gründen, teils aus grundsätzlichem Misstrauen gegenüber der Technologie oder der Ladeinfrastruktur.

Wahlkampf oder echte Entlastung? Bürger haben klare Meinung

Dass das Thema Spritpreise ausgerechnet in einer politisch heißen Phase auf die Agenda rückt, entgeht den Bürgerinnen und Bürgern nicht. Auf die Frage, ob die Regierung mit Entlastungsversprechen ernst meine oder vor allem den Wahlkampf im Blick habe, antworten 70 Prozent eindeutig: Sie vermuten Wahlkampfkalkül.

Nur 9 Prozent glauben, die Entlastungsmaßnahmen entstünden unabhängig von politischen Motiven. 17 Prozent sehen beides als zutreffend an. Trotz dieser Skepsis zeigt die Umfrage, dass die Bevölkerung konkrete Entlastungen grundsätzlich begrüßt – unabhängig von den Beweggründen dahinter.

Zusätzlich fragte Civey nach den Chancen von Bundeskanzler Friedrich Merz, im Amt zu bleiben, sollte die CDU bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern scheitern. Das Ergebnis ist für den Kanzler wenig schmeichelhaft: 56 Prozent halten es für unwahrscheinlich, dass Merz in diesem Fall im Amt bliebe. Selbst unter Unionsanhängern glauben 30 Prozent daran nicht. Die Zahlen verdeutlichen, wie eng die bundespolitische Autorität des Kanzlers mit regionalen Wahlergebnissen verknüpft wird – und wie fragil das politische Vertrauen derzeit ist.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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