DAX-Check: BMW, SAP und Infineon im Fokus
Beim DAX-Check am 16. September stehen BMW, SAP, Infineon, Nordex, GFT Technologies und Deutz im Mittelpunkt – mit Kaufempfehlungen und technischen Signalen.
Dieses Video wurde am 16.09.2026 von DER AKTIONÄR TV auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Der DAX-Check vom 16. September richtet den Blick auf einen freundlichen Handelsbeginn: Der deutsche Leitindex notiert mit einem Plus von rund 80 bis 113 Zählern bei etwa 25.484 Punkten. Im Fokus stehen neben der mit Spannung erwarteten Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed gleich mehrere Einzelwerte — darunter BMW, SAP, Infineon, Nordex, GFT Technologies und Deutz. Die Marktstimmung ist vorsichtig optimistisch, obwohl der übergeordnete Aufwärtstrend im DAX technisch gebrochen bleibt.
Fed-Zinsentscheidung prägt das Marktumfeld
Im Mittelpunkt des Handelstages steht die Zinsentscheidung der Federal Reserve, die für den Abend erwartet wird. Marktbeobachter rechnen fest mit einer weiteren Zinserhöhung durch Fed-Chef Jerome Powell. Der Hintergrund: Die Inflation bleibt hartnäckig hoch, die Anleiherenditen spiegeln den Druck wider.
- US-Anleiherenditen: zeitweise über der 5,0-Prozent-Marke
- Deutsche Bundesanleihen: rund 3,55 Prozent Rendite
- Britische Gilts: über 5,4 Prozent
Dass der DAX trotz dieses Zinsdrucks im Plus startet, überrascht viele Marktbeobachter. Technisch gilt es, die 50-Tagelinie zurückzuerobern — ein Gelingen würde als kleiner Befreiungsschlag gewertet. Als wichtige Unterstützungszone gelten die Bereiche um 25.000 Punkte sowie die 200-Tagelinie bei rund 24.744 Punkten.
BMW und GFT Technologies mit neuen Kaufempfehlungen
BMW legt zum Handelsstart rund ein Prozent zu. Auslöser ist eine neue Kaufempfehlung der Investmentbank Berenberg, die das Kursziel auf 75 Euro setzt — ein Aufwärtspotenzial von knapp 20 Prozent gegenüber dem aktuellen Kurs. Berenberg sieht die fundamentale Stärke des Konzerns intakt und wertet den Höhepunkt der Investitionsphase als überschritten. Risikofaktor bleibt das schwache China-Geschäft. Die Aktie notiert bei rund 63 bis 64 Euro; die nächste Hürde liegt bei 65 Euro, Anschlusspotenzial bis 70 Euro.
GFT Technologies profitiert unterdessen von einem Großauftrag der Deutschen Bank. Der IT-Dienstleister aus dem Südwesten Deutschlands notiert auf dem höchsten Stand seit Mitte 2024. Gelingt der nachhaltige Ausbruch über die Marke von 27 Euro, wäre der Weg bis in den Bereich von 29 bis 30 Euro frei. Weitere Finanzinstitute dürften dem Beispiel der Deutschen Bank folgen und Aufträge vergeben.
Deutz und Infineon: Impulse und Erholungspotenzial
Bei Deutz könnte es bald neue positive Impulse geben. Nach einer Kapitalerhöhung zum Platzierungspreis von 11,70 Euro haben die begleitenden Banken — Commerzbank, Deutsche Bank und Oddo BHF — Teile ihres Research noch nicht veröffentlicht. Branchenkenner rechnen damit, dass die Deutsche Bank zeitnah eine Kaufstudie nachliefert. Darüber hinaus könnte das frisch eingesammelte Kapital für eine weitere Übernahme Anfang 2027 genutzt werden.
Infineon profitiert von einer breiten Technologie-Erholung. Chip- und Speicherproduzenten legen in den USA zwischen einem und drei Prozent zu. Die wichtige Unterstützungsmarke bei 54 Euro wurde zwar kurzzeitig unterschritten, hält aber bisher. Für langfristig orientierte Anleger bieten die aktuellen Kursniveaus eine interessante Einstiegsmöglichkeit; kurzfristige Trader können einen engen Stoppkurs platzieren und so ein attraktives Chance-Risiko-Verhältnis nutzen.
Nordex und SAP: Technische Marken im Blick
Nordex meldet einen neuen Auftrag über 91 Megawatt für den deutschen Markt. Der Auftrag liegt knapp unter der selbst gesetzten Relevanzschwelle von 100 Megawatt, sorgt aber dennoch für positive Stimmung. Technisch gilt es, die Marke von 40 Euro nachhaltig zu überwinden. Gelingt zusätzlich der Ausbruch über die Doppelhochs bei rund 41,50 Euro, wäre der Weg bis zum Abwärtstrend bei etwa 45 Euro frei. Langfristig bleibt Nordex ein interessantes Investment im Bereich der erneuerbaren Energien.
SAP zeigt relative Stärke: Die Aktie des Softwarekonzerns notiert bei rund 186 bis 187 Euro, hat die kurzfristig unterschrittene 180-Euro-Marke zügig zurückerobert und nähert sich der 50-Tagelinie. Der entscheidende Widerstandsbereich liegt bei 190 bis 191 Euro — ein Ausbruch darüber könnte eine neue Aufwärtsbewegung einleiten und das Anlegervertrauen weiter festigen.
Insgesamt zeigt der Markt am 16. September trotz des Zinsdrucks eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit. Ob die Fed-Entscheidung am Abend für neue Volatilität sorgt oder die vorsichtige Erholung bestätigt, wird die nächsten Handelstage entscheidend prägen.
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