Höcke umwirbt Wagenknecht als Ministerpräsidentin

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Dieses Video wurde am 13.08.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

In einem politisch aufsehenerregenden Vorstoß hat Björn Höcke, Thüringens AfD-Fraktionschef und einer der umstrittensten Politiker Deutschlands, Sahra Wagenknecht öffentlich aufgefordert, Ministerpräsidentin des Freistaats Thüringen zu werden. Der Rechtsextremist reichte der BSW-Vorsitzenden dabei demonstrativ die Hand – ein Schritt, der die politische Landschaft in Ostdeutschland erneut durcheinanderwirbelt und Fragen über das Verhältnis von AfD und BSW aufwirft. Von Wagenknecht selbst kam bislang keine Reaktion.

Höckes Angebot: Regierungssturz in Erfurt als Ziel

Höcke stellt in Frage, ob die Brandmauer der etablierten Parteien gegen die AfD noch trägt. Er kritisiert, dass das BSW den amtierenden CDU-Ministerpräsidenten Mario Voigt weiterhin stützt, und macht Wagenknecht ein konkretes Angebot: Wenn sie die Seiten wechselt, könnte sie mit Unterstützung der AfD Thüringens Regierungschefin werden.

Rechnerisch wäre eine solche Mehrheit tatsächlich möglich. AfD und BSW kommen im Erfurter Landtag zusammen auf rund 49 Prozent. In der letzten Umfrage vom Juni lag die AfD bei 40 Prozent, das BSW bei 7 Prozent. Höckes Appell lautet: „Die Mehrheit der Menschen in Thüringen will Veränderung.”

Voigt steht zudem unter Druck: Die Universität Chemnitz hat ihm seinen Doktortitel aberkannt. Voigt will dagegen klagen, der Ausgang ist offen – ein Glaubwürdigkeitsproblem, das Höcke gezielt für seine Offensive nutzt.

Politisches Kalkül: Signal nach Sachsen-Anhalt

Beobachter werten Höckes Vorstoß auch als strategisches Signal in Richtung Sachsen-Anhalt, wo am 6. September ein neuer Landtag gewählt wird. Dort führt AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund die Umfragen mit rund 42 Prozent an – will aber ausschließlich eine reine AfD-Regierung mit absoluter Mehrheit führen, die derzeit nicht in Sicht ist.

Das BSW in Magdeburg könnte theoretisch mit weiteren 5 Prozent eine Koalition ermöglichen. Die BSW-Vertreter in Sachsen-Anhalt haben klargemacht:

  • Sie wollen den CDU-Ministerpräsidenten Sven Schulze nicht weiter stützen.
  • Einem AfD-geführten Kabinett würden sie sich im Zweifelsfall durch Enthaltung nicht aktiv in den Weg stellen.
  • Eine Unterstützung hänge von den inhaltlichen Positionen ab, nicht von Parteifarben.
  • Eine vollständige Unterstützung Siegmunds wird ebenfalls abgelehnt.

Schulze selbst stolpert derweil durch den Wahlkampf: Seine Plakate sorgen für Spott – ein Motiv mit einer Rollstuhlfahrerin wurde als unglücklich empfunden und lieferte der politischen Konkurrenz reichlich Angriffsfläche.

BSW zwischen allen Stühlen – Wagenknecht schweigt

Sahra Wagenknecht hat auf Höckes Angebot bislang nicht reagiert. Das Schweigen überrascht kaum: Eine öffentliche Antwort würde das BSW in ein politisches Dilemma manövrieren. Nimmt Wagenknecht das Angebot an, bricht sie mit dem selbst proklamierten Kurs, nicht mit der AfD zu koalieren. Lehnt sie ab, schwächt sie ihre eigene Verhandlungsposition gegenüber anderen potenziellen Partnern.

Höckes Offerte könnte zugleich eine Reaktion auf Wagenknechts eigene Avancen sein: BSW-Vertreter hatten angedeutet, nach der Sachsen-Anhalt-Wahl eine AfD-Regierungsbeteiligung durch Enthaltung im entscheidenden Wahlgang nicht zu verhindern – eine Haltung, die Weimarer Verhältnisse in Erinnerung ruft, wie Kommentatoren warnen.

Einordnung: Populismus im Osten und seine Folgen

Politikwissenschaftler und Fachleute warnen, dass die populistischen Manöver in Thüringen und Sachsen-Anhalt langfristig eher schaden als nutzen. Eine instabile oder von Extremen getragene Regierungspolitik drohe, die ohnehin strukturschwachen ostdeutschen Regionen weiter von wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Entwicklung abzukoppeln, statt den Anschluss zu ermöglichen.

Ob Höckes Kalkül aufgeht und das BSW tatsächlich zum Steigbügelhalter der AfD wird – in Thüringen wie in Sachsen-Anhalt –, dürfte sich spätestens nach dem 6. September zeigen. Bis dahin bleibt die Dynamik in beiden Ländern so unberechenbar wie selten zuvor.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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