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Novum Hospitality vermietet Hamburger Hotels als Migranten­unterkünfte

Die Hamburger Hotelgruppe Novum Hospitality hat mehr als die Hälfte ihrer Stadthäuser als Migrantenunterkunft an die Sozialbehörde vermietet – für bis zu 40 Mio. Euro jährlich.

Redaktion · 29. September 2026, 10:01 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 29.09.2026 von NIUS auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Die Hamburger Hotelgruppe Novum Hospitality hat mehr als die Hälfte ihrer Häuser in der Hansestadt zu Unterkünften für Geflüchtete umgewidmet. Von insgesamt 18 Novum-Hotels in Hamburg sind zehn Häuser betroffen, die gemeinsam 1.427 Unterkunftsplätze bieten. Das berichtet das Hamburger Abendblatt. Die Vereinbarung erfolgt auf Basis eines Mietvertrags mit der städtischen Sozialbehörde – rechtlich ist das Modell zulässig.

Millionengeschäft mit der Stadt Hamburg

Laut Hamburger Abendblatt zahlt die Stadt Hamburg im Durchschnitt 82 Euro pro Person und Tag – inklusive Verpflegung. Bei Vollbelegung aller 1.427 Plätze ergibt sich daraus ein rechnerisches Jahresvolumen von mehr als 40 Millionen Euro.

Für Novum Hospitality ist das Modell wirtschaftlich attraktiv: Der Betreiber spart erheblich an Personalkosten, da der aufwendige Service des regulären Hotelbetriebs entfällt. Ein fester Abnehmer wie die öffentliche Hand garantiert zudem eine stabile Auslastung – unabhängig von Buchungslagen oder saisonalen Schwankungen.

Gleichzeitig bringt die Nutzungsform Nachteile mit sich. Hotelzimmer, die über lange Zeiträume als Dauerunterkünfte genutzt werden, unterliegen einer intensiveren Abnutzung als im normalen Gastbetrieb. Ausstattung und Infrastruktur verschleißen schneller, was bei einer späteren Rückkehr zum Hotelgeschäft Investitionen nötig machen dürfte.

Herausforderungen bei der Rückkehr ins Hotelgeschäft

Für Novum Hospitality dürfte die Rückkehr in den regulären Hotelbetrieb keine leichte Aufgabe werden. Häuser, die über Monate oder Jahre als Sammelunterkünfte genutzt wurden, müssen renoviert und neu positioniert werden, bevor sie wieder zahlende Urlauber oder Geschäftsreisende ansprechen können.

Hinzu kommt ein möglicher Imagefaktor: Ob und wie Gäste auf die Geschichte einer Immobilie reagieren, ist schwer kalkulierbar. Branchenbeobachter verweisen darauf, dass solche Übergänge in der Vergangenheit teils Jahre in Anspruch genommen haben.

Wie lange die Vereinbarung mit der Hamburger Sozialbehörde andauert, ist derzeit noch unklar. Novum-Chefin Samira Edman äußerte sich gegenüber dem Hamburger Abendblatt nicht zu den Motiven für die Entscheidung.

Hintergrund: Hotels als Unterkünfte für Geflüchtete

Das Modell, Hotels oder Teile davon als Unterkünfte für Geflüchtete oder Asylsuchende zu nutzen, ist in deutschen Großstädten nicht neu. Städte und Landkreise greifen vor allem dann auf diese Lösung zurück, wenn reguläre Kapazitäten in Gemeinschaftsunterkünften ausgeschöpft sind.

Die wichtigsten Eckdaten des Hamburger Falles im Überblick:

  • 10 von 18 Novum-Hotels in Hamburg sind betroffen
  • Insgesamt 1.427 Unterkunftsplätze stehen zur Verfügung
  • Die Stadt zahlt durchschnittlich 82 Euro pro Person und Tag inklusive Verpflegung
  • Bei Vollbelegung ergibt sich ein rechnerisches Jahresvolumen von über 40 Millionen Euro
  • Die Vermietung ist rechtlich zulässig; eine Laufzeit ist nicht bekannt

Für die Stadt Hamburg ist das Modell eine Möglichkeit, kurzfristig und ohne eigene Baumaßnahmen Unterkunftskapazitäten zu schaffen. Kritiker hingegen fragen, ob öffentliche Gelder damit langfristig effizient eingesetzt werden – oder ob dauerhaft günstigere Lösungen sinnvoller wären.

Einordnung und Ausblick

Der Fall Novum Hospitality beleuchtet das Spannungsfeld zwischen kommunalem Unterbringungsdruck und privatwirtschaftlichem Kalkül. Solange der Bedarf an Unterkünften hoch bleibt und Hotels wirtschaftlich von festen Belegungsverträgen profitieren, dürfte das Modell auch andernorts Schule machen.

Offen bleibt, wie die Stadt Hamburg die Verträge langfristig bewertet und ob Novum Hospitality zu gegebener Zeit wieder vollständig in den regulären Hamburger Hotelmarkt zurückkehrt. Antworten darauf dürften auch politisch mit Spannung erwartet werden.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (NIUS). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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