Wednesday, 30. September 2026
AfD

Klöckner droht: Fraktionen aus Bundestag rauswerfen

Bundestagspräsidentin Klöckner droht nach zunehmenden Störungen im Parlament mit dem Rauswurf ganzer Fraktionen – vor allem AfD und Linke stehen im Fokus.

Redaktion · 29. September 2026, 10:00 Uhr · 3 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 29.09.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Bundestagspräsidentin Julia Klöckner hat scharfe Konsequenzen gegen Störungen im Deutschen Bundestag angekündigt. Die CDU-Politikerin warnte, dass sie künftig im Eskalationsfall ganze Fraktionen aus dem Plenarsaal ausschließen werde. Besonders im Visier hat sie die AfD und die Linkspartei, die mit Abstand die meisten Ordnungsrufe auf sich vereinen. Klöckner kritisiert dabei nicht nur lautstarke Zwischenrufe, sondern auch einen zunehmend auf soziale Medien ausgerichteten Stil mancher Abgeordneter.

Klöckner und der Ordnungsruf: Drohung mit Fraktionsausschluss

Bislang war es im Deutschen Bundestag üblich, einzelne Abgeordnete bei Verstößen gegen die Parlamentsordnung mit einem Ordnungsruf zu rügen oder im Wiederholungsfall des Saales zu verweisen. Klöckner geht nun einen Schritt weiter: Sollte eine Fraktion als Ganzes durch anhaltende und koordinierte Störungen auffallen, droht ihr der kollektive Ausschluss aus der Sitzung.

Diese Ankündigung ist ein deutliches Signal an alle Fraktionen, dass die Parlamentspräsidentin die Würde und Funktionsfähigkeit des Parlaments konsequent verteidigen will. Ein solcher Schritt wäre ein bislang beispielloser Eingriff in den parlamentarischen Betrieb der Bundesrepublik.

AfD und Linkspartei mit den meisten Ordnungsrufen

Laut Klöckner kassieren die AfD-Fraktion und die Linke mit deutlichem Abstand die meisten Ordnungsrufe im laufenden Parlamentsbetrieb. Die Störungen reichen von lauten Zwischenrufen über gezielte Provokationen bis hin zu Redebeiträgen, die inhaltlich weder auf den Vorredner noch auf das eigentliche Debattenthema eingehen.

Klöckner bemängelte ausdrücklich, dass das Plenum zunehmend als Bühne für parteiinterne Inszenierungen missbraucht werde, anstatt als ernsthafter Ort politischer Auseinandersetzung zu fungieren. Das untergräbt nach Ansicht der Parlamentspräsidentin das Ansehen des gesamten Bundestages in der Öffentlichkeit.

TikTok statt Sachpolitik: Reden für soziale Medien

Besonders deutliche Worte fand Klöckner für einen neuartigen Trend unter Abgeordneten: Parlamentsreden als TikTok-Videos zu inszenieren. Konkret kritisierte sie Abgeordnete, die:

  • ihre eigenen Follower im Plenum als Publikum begrüßen
  • Reden halten, die sich nicht auf den vorherigen Redner beziehen
  • Beiträge liefern, die thematisch nicht zur laufenden Debatte passen
  • den Plenarsaal primär als Kulisse für Social-Media-Inhalte nutzen

Diese Praxis widerspreche dem Sinn und Zweck einer parlamentarischen Debatte, die auf gegenseitigem Austausch und sachlicher Auseinandersetzung mit politischen Themen beruhen solle. Die zunehmende Vermischung von Parlamentsarbeit und Online-Selbstvermarktung sieht Klöckner als ernstes Problem für die demokratische Kultur im Bundestag.

Einordnung: Parlamentarische Würde auf dem Prüfstand

Klöckners Vorstoß verdeutlicht eine wachsende Spannung zwischen dem klassischen Verständnis parlamentarischer Arbeit und den Kommunikationsstrategien populistischer Parteien. Während Ordnungsrufe zum normalen Werkzeug der Parlamentspräsidentin gehören, wäre der Ausschluss einer gesamten Fraktion ein historisch nahezu einzigartiger Vorgang im Deutschen Bundestag.

Ob Klöckner ihre Drohung tatsächlich wahrmachen wird, hängt vom weiteren Verhalten der betroffenen Fraktionen ab. Fest steht: Die Bundestagspräsidentin setzt ein deutliches Zeichen, dass sie den Parlamentsbetrieb nicht länger als Spielwiese für politisches Spektakel dulden will. Die Entwicklung dürfte die Debatte über Parlamentsreformen und den Umgang mit populistischen Störtaktiken weiter befeuern.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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