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Selbstfahrende Lkw: Lidl testet autonome Lieferung

Lidl ist der erste deutsche Händler, der selbstfahrende Lkw für die Filialbelieferung testet – mit Genehmigung des Kraftfahrtbundesamts und ohne Fahrer an Bord.

Redaktion · 17. September 2026, 17:17 Uhr · 3 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 17.09.2026 von Handelsblatt auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Lidl macht Ernst mit der Automatisierung seiner Logistik: Der Discounter ist der erste deutsche Einzelhändler, der selbstfahrende Lkw für die Belieferung seiner Filialen im realen Betrieb erprobt. Das Kraftfahrtbundesamt hat dafür die notwendige Genehmigung erteilt. Das Fahrzeug, das beim Pilotprojekt zum Einsatz kommt, stammt vom schwedischen Startup Einride und fällt sofort auf: Es besitzt keine klassische Fahrerkabine und fährt vollständig autonom – ein Novum in der deutschen Handelslandschaft.

Warum Logistik im Lebensmittelhandel besonders anspruchsvoll ist

Die Lieferkette im Lebensmitteleinzelhandel gilt als eine der komplexesten überhaupt. Enge Zeitfenster, extrem hohe Warenmengen und der permanente Kostendruck machen effiziente Abläufe zur Grundvoraussetzung.

Selbstfahrende Lkw bieten hier einen entscheidenden Vorteil: Sie ermöglichen eine weitgehende Standardisierung des Lieferprozesses. Feste Routen, gleichbleibende Abläufe an der Laderampe und eine präzise Einhaltung von Zeitplänen lassen sich mit autonomen Fahrzeugen leichter umsetzen als mit wechselndem Fahrpersonal.

Das eingesetzte Fahrzeug ist dabei auf einen bestimmten Einsatzbereich ausgelegt: Es transportiert verpackte und ungekühlte Lebensmittel vom Warenlager zur Filiale – kein vollständiger Ersatz für klassische Kühltransporter, aber ein erster konkreter Schritt in Richtung autonomer Versorgungsketten.

Enormer Fahrermangel als zusätzlicher Treiber

Neben der Effizienzsteigerung reagiert die Branche mit solchen Projekten auch auf ein strukturelles Problem: den Fahrermangel. In Deutschland werden bis zum Jahr 2030 voraussichtlich mehr als 100.000 Lkw- und Busfahrer fehlen. Der demografische Wandel und mangelnder Nachwuchs verschärfen die Situation Jahr für Jahr.

Autonome Fahrzeuge könnten diese Lücke zumindest auf standardisierten Kurzstrecken schließen. Damit ist das Lidl-Pilotprojekt nicht nur eine Effizienzmaßnahme, sondern auch eine Antwort auf einen drängenden Arbeitskräftemangel im Transportsektor.

  • Über 100.000 fehlende Fahrer in Deutschland bis 2030
  • Demografischer Wandel reduziert den Fahrernachwuchs dauerhaft
  • Autonome Lkw können Standardrouten ohne Personalaufwand bedienen
  • Kostenersparnis durch Wegfall von Fahrerzeiten und Pausenregelungen

Lidl als Vorreiter – so läuft der Pilottest ab

Kein anderer großer deutscher Einzelhändler ist bislang so weit gegangen. Vergleichbare Projekte von Wettbewerbern wie dm oder Rewe sahen bislang stets einen Sicherheitsfahrer an Bord vor. Bei Lidl hingegen ist der Lkw im laufenden Test vollständig ohne Fahrer unterwegs.

Allerdings schreibt die aktuelle Gesetzeslage vor, dass ein Begleitfahrzeug mit Fahrer das autonome Fahrzeug auf der Strecke begleiten muss. Der Testbetrieb selbst ist zunächst auf eine Strecke von 400 Metern begrenzt. Dabei werden unter anderem Fahrzeiten, das präzise Andocken an Laderampen und weitere operative Parameter erfasst und ausgewertet.

Das Pilotprojekt ist auf eine Laufzeit von vier Monaten ausgelegt. In einer zweiten Phase plant Lidl, mehrere Filialen über längere Strecken in das autonome Liefernetz einzubinden – ein deutlicher Ausbau des Systems.

Ausblick: Autonome Logistik als Zukunftsmodell

Das Lidl-Projekt markiert einen wichtigen Meilenstein für den deutschen Einzelhandel. Sollte der Pilottest die erhofften Ergebnisse liefern, dürfte das Interesse der Branche an autonomer Transporttechnologie schnell wachsen. Die Kombination aus steigendem Kostendruck, Fahrermangel und technologischem Fortschritt macht selbstfahrende Lkw langfristig zu einer realistischen Option für die Flächen-Logistik.

Entscheidend wird sein, wie schnell der regulatorische Rahmen mit der technischen Entwicklung Schritt hält – und ob sich die Technologie auch auf längeren, komplexeren Routen bewährt.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (Handelsblatt). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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