Dieses Video wurde am 21.08.2026 von ntv Nachrichten auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Das Unwetter in Süddeutschland spitzt sich zu: Für den Südosten Bayerns warnen Meteorologen ab dem späten Nachmittag vor kräftigen Gewittern, örtlichem Hagel und Sturmböen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 km/h. Besonders der Alpenrand ist gefährdet. Zuvor lag der Unwetterschwerpunkt in Norditalien – nun verlagert sich die Gefahr Richtung Deutschland.
Unwetterzentrum verschiebt sich von Norditalien nach Bayern
Der bisherige Unwetterschwerpunkt liegt über Norditalien: Betroffen sind vor allem die Ligurische Küste, der Großraum Genua sowie die Poebene und die Südalpen. Dort fallen weiterhin große Regenmengen, die Gefahr von Überflutungen und Erdrutschen bleibt akut.
Im Laufe des Nachmittags verlagert sich die Unwetterfront jedoch zumindest teilweise nach Südbayern. Meteorologen sprechen von einer typischen Wetterlage, bei der ein Mittelmeer-Tief Gewitterzellen über die Alpen und weiter in den bayerischen Voralpenraum schiebt. Diese Konstellation ist aus der Vergangenheit bekannt und macht die Grundprognose relativ verlässlich.
Sturmböen, Starkregen und Hagel ab 17 Uhr
Ab etwa 17 bis 19 Uhr müssen Bewohner im Südosten Bayerns mit einer deutlichen Wettereskalation rechnen. Folgende Gefahren sind laut Wetterexperten zu erwarten:
- Starkregen mit 30 bis 40 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit
- Örtlicher Hagel
- Sturmböen von 100 bis 120 km/h direkt am Alpenrand
- Gefahr durch herabstürzende Äste und umgestürzte Bäume
- Vollgelaufene Keller in betroffenen Ortschaften
Auch der Großraum München könnte von kräftigen Gewittern erfasst werden. Wo genau die stärksten Böen auftreten, lässt sich nach Einschätzung der Experten nicht punktgenau vorhersagen – die generelle Betroffenheit Südostbayerns gilt jedoch als sehr wahrscheinlich. Bei belaubten Bäumen erhöht der Winddruck die Bruchgefahr erheblich, weshalb Aufenthalte im Freien in dieser Zeit vermieden werden sollten.
Wetterberuhigung am Wochenende – kurze Verschnaufpause
Nach dem Unwetterdurchgang folgt eine willkommene Entspannung: Am Wochenende strömt deutlich kühlere Luft hinter dem Unwettertief ein. Das gilt nicht nur für Deutschland, sondern auch für Urlaubsregionen am Mittelmeer, wo sich die Lage ab Samstag merklich beruhigt.
Am Montag sind dann spätsommerliche Bedingungen mit Temperaturen um 25 Grad, am Oberrhein vereinzelt knapp 30 Grad, zu erwarten. Dienstag und Mittwoch könnte nochmals eine Welle heißer Spätsommerluft folgen, mit Spitzenwerten von bis zu 34 Grad in Teilen Deutschlands – allerdings ohne die gefährliche Intensität der vergangenen Hitzephasen.
Ausblick: Nächste Gewitterfront bereits in Sicht
Die Ruhe dürfte nicht von Dauer sein. In der zweiten Wochenhälfte deutet sich bereits die nächste Gewitterfront an. Aus meteorologischer Sicht wäre das durchaus sinnvoll: Anhaltende Regenphasen helfen, ausgetrocknete Böden und niedrige Grundwasserspiegel zu regenerieren. Einmalige Niederschläge verpuffen oft wirkungslos, erst wiederholter Regen bringt nachhaltige Entlastung.
Für die kommenden Tage gilt daher: Wer im Südosten Bayerns lebt oder dorthin reist, sollte die aktuellen Warnungen des Deutschen Wetterdienstes im Blick behalten und besonders am heutigen Abend Vorsicht walten lassen.
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