US-Wahl 2026: Diese Sieger schreiben Geschichte
Bei der US-Wahl 2026 ziehen erstmals ein Muslim in den Senat, eine indigene Frau ins Gouverneursamt und weitere historische Gewinner ins Rampenlicht.
Dieses Video wurde am 04.11.2026 von ntv Nachrichten auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Die US-Wahl 2026 hat eine Reihe historischer Ergebnisse hervorgebracht: Zum ersten Mal zieht ein Muslim in den US-Senat ein, erstmals regiert eine Schwarze Frau als Gouverneurin eines US-Bundesstaates, und eine indigene Frau übernimmt das Gouverneursamt in New Mexico. Die Ergebnisse der Midterms senden ein deutliches Signal gegen den rechtspopulistischen Kurs von Präsident Donald Trump.
Historische Gouverneurswahlen: Schwarz, indigen, weiblich
Kisha Lance Bottoms, die vier Jahre lang Bürgermeisterin von Atlanta war, wurde in Georgia als erste Frau und erste Schwarze zur Gouverneurin eines US-Bundesstaates gewählt. Bei ihrer Siegesrede erklärte die Demokratin, sie habe in den vergangenen Tagen davon gesprochen, die Vertreterin der Menschen sein zu wollen — nun sei sie es tatsächlich.
In New Mexico schrieb Deb Haaland ebenfalls Geschichte: Die Demokratin, die von 2021 bis 2025 als erste indigene Person überhaupt einem US-Kabinett unter Präsident Biden angehört hatte, wird nun die erste indigene Frau im Amt einer Gouverneurin der Vereinigten Staaten.
Republikanischer Durchbruch in Florida
Auch auf republikanischer Seite gab es einen historischen Moment: In Florida, einer traditionellen Hochburg der Republikaner, gewann Byron Donalds als erster Schwarzer Republikaner das Gouverneursamt des Bundesstaates.
Dieser Sieg zeigt, dass die historischen Durchbrüche keineswegs auf eine Partei beschränkt sind — die Diversität der Gewinner zieht sich durch das gesamte politische Spektrum.
Senatsrennen mit Signalwirkung
Im US-Senat sorgten gleich mehrere Rennen für Aufsehen:
- Abdul El-Sayed zieht als erster Muslim in der Geschichte der USA in den Senat ein. Trump hatte ihn im Wahlkampf wiederholt als „Jihadist” bezeichnet — die Wählerinnen und Wähler erteilten dieser Rhetorik eine klare Absage.
- Chris Pappas aus New Hampshire wird als erster offen schwuler Mann in den US-Senat entsandt.
- Im hart umkämpften Texas gewann Demokrat James Talarico den Senatsitz — es ist der erste Sieg eines Demokraten bei einer landesweiten Wahl in dem Bundesstaat seit 1994.
Klares Votum gegen Trumps Politik
In Kalifornien siegte der Demokrat Javier Becerra, Sohn mexikanischer Einwanderer und Jurist, als neuer Gouverneur. Im Wahlkampf hatte er sich klar gegen die aus seiner Sicht rechtswidrigen Einsätze der Einwanderungsbehörde ICE positioniert.
Die Ergebnisse des Wahltages zeichnen insgesamt ein eindeutiges Bild: Viele Wählerinnen und Wähler sind mit der Politik von Präsident Trump nicht einverstanden. Während auf den großen Bildschirmen der Wahlpartys im ganzen Land die Ergebnisse eintrafen, wurde sichtbar, dass Diversität und Repräsentation für viele Amerikanerinnen und Amerikaner zentrale Wahlmotive darstellten.
Die Midterms 2026 könnten damit eine politische Neuausrichtung einleiten: Mit einer wachsenden Zahl historischer Erstlinge in wichtigen Ämtern stellt sich die Frage, ob diese Wahl als Wendepunkt in der amerikanischen Demokratiegeschichte in Erinnerung bleiben wird.
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