Wetter beeinflussen: Was wirklich möglich ist

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Dieses Video wurde am 18.08.2026 von BILD auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Wetter auf Knopfdruck – klingt nach Science-Fiction, ist aber ein reales Forschungsfeld. Klimaforscherin Professorin Lomann erklärt, was beim Versuch, das Wetter zu beeinflussen, tatsächlich möglich ist, wo die Wissenschaft an ihre Grenzen stößt und warum das Thema weit mehr als nur Neugier berührt: Es geht um Macht, Wasser und globale Gerechtigkeit.

Wetter beeinflussen: Hagelabwehr und Wolkenimpfung

Menschen greifen bereits seit Jahrzehnten in atmosphärische Prozesse ein. Die bekannteste Methode ist die sogenannte Wolkenimpfung: Dabei werden gezielt Feinstaubpartikel – häufig Silberiodid – in Gewitterwolken eingebracht. Das Ziel ist es, möglichst viele kleine Eiskristalle zu erzeugen, die miteinander um den verfügbaren Wasserdampf konkurrieren. Die Hoffnung dahinter: Statt weniger großer Hagelkörner, die erhebliche Ernteschäden verursachen, entstehen viele kleine, harmlosere Körner.

Dieses Prinzip der Hagelabwehr wird beispielsweise in der Schweiz und in Bayern rund um Rosenheim eingesetzt. Schweizer Bauern dürfen eigenständig entscheiden, ob sie Silberiodid in aufziehende Gewitterwolken einbringen. In China hingegen wird die Wetterbeeinflussung staatlich angeordnet – so geschehen vor den Olympischen Spielen in Peking, als Wolken vor der Stadt gezielt zum Abregnen gebracht wurden, damit die Eröffnungsfeier unter wolkenfreiem Himmel stattfinden konnte.

Was die Wissenschaft wirklich belegt

Trotz der weit verbreiteten Praxis ist der wissenschaftliche Nachweis eines Nutzens ernüchternd. Schweizer Studien, bei denen über mehrere Sommer hinweg systematisch geimpfte und ungeimpfte Wolken verglichen wurden, konnten keinen statistisch nachweisbaren Unterschied in der Hagelkorngröße feststellen. Auch Versuche in Wyoming, durch Wolkenimpfung zusätzlichen Schneefall zu erzeugen, brachten nur marginale Ergebnisse – gemessene Niederschlagsmengen von maximal einem Millimeter reichten nicht aus, um Talsperren oder ausgetrocknete Böden nennenswert aufzufüllen.

Grundsätzlich gilt: Nur rund jede zehnte Wolke regnet natürlicherweise ab. Wolken mit zu wenig Wasserdampf lassen sich zwar impfen, liefern am Boden aber keinen nennenswerten Niederschlag. Erkennbar nasse, dunkelgraue Wolken regnen ohnehin von selbst. Die möglichen Eingriffe beschränken sich daher auf kleine Nuancen:

  • Gezieltes Vorverlagern des Abregens einer ohnehin regenträchtigen Wolke
  • Auflösen einzelner Wolken durch das Einbringen von Feinstaubpartikeln
  • Verstärkte Schneekristallbildung bei ausreichend kalten Wolken (unter 0 °C)
  • Hagelabwehr durch Förderung kleinerer Eiskörner

Eine gezielte Steuerung – etwa Schnee auf Piste X heute und auf Piste Y morgen – ist technisch schlicht nicht machbar. Dafür eignen sich laut Expertin nach wie vor Schneekanonen am besten.

Politische Brisanz: Wer hat das Recht auf Regen?

Jeder Eingriff in den Wasserkreislauf hat Konsequenzen. Die Atmosphäre enthält zu jedem Zeitpunkt nur eine endliche Menge Wasser. Wird eine Wolke früher zum Abregnen gebracht, fehlt dieses Wasser anderswo. Damit wird Wetterbeeinflussung zur politischen Frage: Wer hat das Recht zu entscheiden, wo Regen fallen soll?

Während innerhalb der Schweiz bereits Konflikte zwischen einzelnen Landwirten entstehen können, drohen auf internationaler Ebene weit größere Spannungen. Eine globale Governance für Wettermanipulation existiert bislang nicht. Das macht das Thema besonders heikel – gerade in Zeiten, in denen Wasserknappheit durch den Klimawandel zunimmt.

Klimawandel verstärkt den Druck auf die Forschung

Die Diskussion über gezielte Wetterbeeinflussung gewinnt vor dem Hintergrund des Klimawandels an Fahrt. Extreme Hitzewellen, ausgetrocknete Böden, Waldbrände und Starkniederschläge zeigen: Das Klimasystem entwickelt sich nicht gradlinig, sondern mit zunehmenden Schwankungen. Je wärmer die Atmosphäre wird, desto mehr Wasserdampf kann sie aufnehmen – mit der Folge, dass sowohl Dürreperioden als auch Starkregen häufiger und intensiver werden.

Regional bedeutet das: Langanhaltende Hochdrucklagen trocknen Böden derart aus, dass selbst späterer Regen kaum noch aufgenommen werden kann und zu Hangrutschungen führt. Die Hoffnung, technische Eingriffe könnten die schlimmsten Folgen des Klimawandels abmildern, ist verständlich – reicht aber nicht als Ersatz für die eigentlich notwendigen Maßnahmen: Emissionsreduktion und der Ausbau erneuerbarer Energien bleiben laut Expertin langfristig unverzichtbar. Die Wetterbeeinflussung kann allenfalls kleine Symptome lindern, nicht die Ursache bekämpfen.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (BILD). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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