Dieses Video wurde am 13.08.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Karoline Leavitt, mit 28 Jahren die bisher jüngste Sprecherin in der Geschichte des Weißen Hauses, verlässt ihren Posten überraschend zum Ende des Monats. Die loyale Vertraute von US-Präsident Donald Trump wechselt dem Vernehmen nach in eine beratende Funktion an der Seite des 80-jährigen Republikaner-Präsidenten. Damit endet eine der auffälligsten Karrieren in der aktuellen US-Regierung – zumindest in ihrer bisherigen Form.
Jüngste Sprecherin des Weißen Hauses tritt ab
Leavitt übernahm das Amt der Pressesprecherin zu Beginn der zweiten Amtszeit Trumps und galt von Beginn an als ungewöhnlich jung für eine der sichtbarsten Positionen im amerikanischen Regierungsapparat. Mit gerade einmal 28 Jahren stellte sie sich regelmäßig den Fragen der Hauptstadtpresse – oft in einem Umfeld, das von Konfrontation und politischem Druck geprägt war.
Ihr Auftreten beschrieben Beobachter stets als angriffslustig und unerschütterlich. Kritische Fragen beantwortete sie schlagfertig, Angriffe auf ihren Chef konterte sie entschlossen. Damit wurde sie zu einer zentralen Figur der Trump-Kommunikationsstrategie.
Trump lobt Leavitt als beste Sprecherin aller Zeiten
Auf seinem eigenen Netzwerk Truth Social reagierte Donald Trump auf die Abschiedsankündigung mit ungewöhnlich hohem Lob. Er bezeichnete Leavitt als die beste Sprecherin in der Geschichte des Weißen Hauses und hob hervor, sie sei eine „echte Führungspersönlichkeit”.
Solche Superlative sind für Trump keine Seltenheit – doch die Wortwahl unterstreicht, welchen Stellenwert Leavitt in seinem inneren Kreis einnahm. Kaum jemand stand dem Präsidenten in schwierigen Momenten so verlässlich zur Seite wie sie.
Neue Rolle: Beraterin an Trumps Seite
Mit dem Abgang aus dem Pressebriefing-Raum endet Leavitts Einfluss offenbar nicht. Berichten zufolge soll sie künftig als persönliche Beraterin für Trump tätig sein – eine Rolle, die hinter den Kulissen oft mehr Gestaltungsspielraum bietet als das öffentliche Amt der Sprecherin.
Die wichtigsten Stationen und Fakten zu Leavitt im Überblick:
- Mit 28 Jahren jüngste Pressesprecherin in der Geschichte des Weißen Hauses
- Galt als eine der engsten und loyalsten Vertrauten Trumps
- Brachte Anfang Mai ihr zweites Kind, eine Tochter, zur Welt
- Trump würdigte sie auf Truth Social mit außergewöhnlichem Lob
- Wechselt nach ihrem Abschied in eine beratende Funktion
Persönliches und politisches im Gleichgewicht
Bemerkenswert ist auch der persönliche Kontext des Abschieds: Leavitt brachte Anfang Mai ihr zweites Kind zur Welt – eine Tochter. Dass sie nun kurz nach der Geburt ihren Rücktritt vom öffentlichen Amt ankündigt, dürfte auch mit dem Wunsch nach einer neuen Work-Life-Balance zusammenhängen, auch wenn offiziell vor allem der Rollenwechsel als Beraterin im Vordergrund steht.
Wer Leavitts Nachfolge als Pressesprecherin des Weißen Hauses antritt, ist bislang nicht bekannt. Die Suche nach einer Person, die ähnlich kompromisslos und schlagfertig auftreten kann, dürfte keine einfache Aufgabe sein – zumal Trump die Messlatte mit seinem Lob für Leavitt öffentlich sehr hoch gesetzt hat.
Der Wechsel ins Beraterumfeld zeigt einmal mehr, wie eng Leavitts Karriere mit der Person Donald Trump verknüpft ist. Solange Trump im Amt ist, dürfte sie eine einflussreiche Stimme in seiner unmittelbaren Umgebung bleiben – nur eben nicht mehr vor den Kameras der Weltpresse.
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