Thursday, 29. October 2026
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Christine Lagarde

EZB-Chefin Lagarde tritt im Februar 2027 zurück

EZB-Präsidentin Lagarde gibt ihr Amt am 7. Februar 2027 vorzeitig ab. Die Nachfolgesuche beginnt sofort – zwei Kandidaten gelten als Favoriten.

Redaktion · 29. October 2026, 15:18 Uhr · 3 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 29.10.2026 von Handelsblatt auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

EZB-Präsidentin Christine Lagarde legt ihr Amt früher nieder als geplant. Die Europäische Zentralbank bestätigte am Donnerstag, dass die Französin am 7. Februar 2027 zurücktreten wird – rund acht Monate vor dem regulären Ende ihrer Amtszeit im Oktober 2027. Über den Schritt wurden die Mitglieder des EZB-Rates sowie der Präsident des Europäischen Rates, António Costa, offiziell informiert. Das Nachfolgeverfahren soll noch am selben Tag eingeleitet werden.

Vorzeitiger Abgang nach spekulationsreicher Phase

Seit geraumer Zeit kursierten Gerüchte über einen frühzeitigen Rücktritt Lagardes. Im Mittelpunkt der Spekulationen stand vor allem ein möglicher Wechsel zum Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos. Nun hat die EZB die Personalie offiziell bestätigt.

Lagarde hatte die EZB seit November 2019 geleitet und die Institution durch eine der turbulentesten Phasen der europäischen Geldpolitik geführt – darunter die Coronakrise, den Inflationsschub infolge des Ukraine-Krieges sowie den anschließenden Zinserhöhungszyklus. Ihr Abgang markiert das Ende einer prägenden Ära für die Währungsbehörde der Eurozone.

Timing ermöglicht Nachfolge vor Frankreichwahl

Der gewählte Zeitpunkt des Rücktritts ist politisch bedeutsam: Durch das Ausscheiden Lagardes am 7. Februar 2027 haben die europäischen Staats- und Regierungschefs die Möglichkeit, die Nachfolge an der EZB-Spitze noch vor der französischen Präsidentschaftswahl im Frühjahr 2027 zu regeln.

Damit werden innenpolitische Verwerfungen in Frankreich vermieden, die eine geordnete Konsensfindung auf europäischer Ebene erschweren könnten. António Costa kündigte an, das Verfahren zur Regelung der Nachfolge unverzüglich einzuleiten.

Diese Kandidaten gelten als Favoriten

Für die Nachfolge werden derzeit zwei Namen besonders gehandelt:

  • Pablo Hernández de Cos (Spanien): Der frühere Chef der spanischen Notenbank ist seit Mitte 2025 Generaldirektor der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Basel und gilt als erfahrener Währungsexperte mit breitem internationalem Netzwerk.
  • Klaas Knot (Niederlande): Der frühere Präsident der niederländischen Zentralbank De Nederlandsche Bank ist bekannt für seine geldpolitisch konservative Haltung und genießt hohes Ansehen in der Europäischen Union.

Beide Kandidaten bringen langjährige Zentralbankerfahrung mit und wären dem EZB-Rat bereits aus ihrer früheren Tätigkeit bestens bekannt.

Ausblick: Weichenstellung für die europäische Geldpolitik

Die Entscheidung über Lagardes Nachfolge dürfte richtungsweisend für die künftige Ausrichtung der europäischen Geldpolitik sein. Die EZB steht vor anhaltenden Herausforderungen: schwächelndes Wachstum in der Eurozone, strukturelle Wettbewerbsnachteile gegenüber den USA und China sowie die langfristigen Folgen des Zinserhöhungszyklus der vergangenen Jahre.

Wer auch immer das Amt übernimmt, wird die Glaubwürdigkeit der EZB als unabhängige Institution wahren und zugleich auf veränderte wirtschaftspolitische Realitäten reagieren müssen. Der Europäische Rat hat nun wenige Monate Zeit, sich auf einen Kandidaten zu einigen – unter den Augen der Finanzmärkte und der Öffentlichkeit.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (Handelsblatt). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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