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Bundeshaushalt

Steuerverschwendung: Wo Deutschland Milliarden verliert

Deutschland hat kein Einnahme-, sondern ein Ausgabeproblem. Wo der Staat Milliarden verschwendet – von der Pflegekrise bis zur Entwicklungshilfe.

Redaktion · 28. October 2026, 20:00 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 28.10.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Deutschland nimmt jährlich rund eine Billion Euro an Steuern ein – und noch einmal eine Billion Euro an Sozialabgaben. Trotzdem reicht das Geld hinten und vorne nicht. Die Pflegekassen stehen vor einem Defizit von 7,6 Milliarden Euro bis 2027, das Gesundheitssystem gilt als teuerstes der Welt pro Kopf und ist dennoch nicht das leistungsfähigste. Die zentrale Frage, die Bürgerinnen und Bürger zunehmend umtreibt: Wohin fließt das Geld – und warum reicht es trotz Rekordeinnahmen nicht?

Pflegekrise: Reform mit Milliardenrisiko

Das neue Pflegegesetz von Gesundheitsminister Karl Lauterbach soll die maroden Pflegekassen stabilisieren. Unter anderem sind höhere Beiträge für Kinderlose vorgesehen. Doch bereits vor Inkrafttreten der Reform zeigen Berechnungen der DAK, dass die Mehreinnahmen rund 900 Millionen Euro geringer ausfallen könnten als von der Bundesregierung erwartet. Eine Finanzierungslücke, noch ehe die Reform wirkt.

Der Chef des DHAK warnt offen vor der Zahlungsunfähigkeit der Pflegekassen. Besonders kritisch: Allein fünf Milliarden Euro fließen jährlich als sogenannte versicherungsfremde Leistungen aus der Pflegeversicherung – Mittel also, die Beitragszahler eingezahlt haben, aber für andere staatliche Zwecke verwendet werden.

Steuerverschwendung: Das Ausgabeproblem des Staates

Deutschland hat kein Einnahmeproblem – es hat ein Ausgabeproblem. Das ist die Kernthese, die Ökonomen und Haushaltskritiker seit Jahren vertreten. Experten haben in einer detaillierten Analyse über 1.100 Einzelposten im Bundeshaushalt untersucht und ein Einsparpotenzial von bis zu 120 Milliarden Euro identifiziert.

Zu den kritisierten Ausgabenfeldern zählen:

  • Entwicklungshilfe in Höhe von rund zehn Milliarden Euro jährlich, darunter Projekte mit fragwürdiger Wirksamkeit wie gendergerechter Unterricht in Entwicklungsländern
  • Klimaschutzmaßnahmen auf deutschem Boden, obwohl Deutschland lediglich 1,5 Prozent des globalen CO₂-Ausstoßes verursacht
  • Migrationskosten, die gesamtstaatlich auf rund 70 Milliarden Euro geschätzt werden
  • Subventionen und Förderprojekte, die ohne transparente Erfolgskontrolle fortgeführt werden

Ein viel zitiertes Beispiel für symbolische Fehlanreize: Der Ältestenrat des Deutschen Bundestages finanziert klimaneutrales Kochen in Ländern wie Simbabwe – beschlossen mit breiter parlamentarischer Mehrheit.

Entwicklungshilfe: Sinnvoll oder sinnlos?

Die Diskussion um das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit ist vielschichtig. Auf der einen Seite stehen Projekte, bei denen Gelder in Länder mit eigenen Raumfahrt- und Atomprogrammen flossen – darunter zeitweise auch Mittel im Zusammenhang mit China und Indien. Auf der anderen Seite gibt es genuinen humanitären Bedarf, etwa bei Kinderarmut, Impfprogrammen und Grundversorgung in ärmsten Regionen.

Einigkeit besteht zumindest darin, dass die Projektvergabe intransparenter Natur ist. Selbst Mitarbeitende im Ministerium können oft nicht erklären, nach welchen Kriterien einzelne Vorhaben genehmigt werden. Viele Projekte laufen schlicht weiter, weil sie einmal beschlossen wurden – ohne systematische Erfolgsprüfung.

Eine mögliche Lösung: Das Entwicklungsministerium könnte aufgelöst und seine Aufgaben in Außen- und Wirtschaftspolitik integriert werden, um Doppelstrukturen und Fehlanreize zu beseitigen.

Gesundheit und Bildung als Investition statt Kostenfaktor

Jenseits der Spardebatte gibt es auch die Frage, wo der Staat sinnvoll mehr investieren sollte. Deutschland gibt pro Kopf mehr für Krankenversicherung aus als fast jedes andere Land – und liegt beim Gesundheitsoutcome dennoch hinter Ländern wie Dänemark oder Österreich. Das deutet auf strukturelle Effizienzprobleme hin.

Investitionen in Prävention, Ernährungsaufklärung und frühkindliche Bildung könnten langfristig Folgekosten senken – weniger Krankheitslast, weniger staatliche Abhängigkeit, mehr Eigenverantwortung. Auch die Frage, ob das Sondervermögen des Bundes ausschließlich für Rüstung und Infrastruktur genutzt werden sollte oder auch für Pflegeversorgung und Gesundheitsvorsorge, steht im Raum.

Die politische Debatte über Staatsverschwendung und Ausgabenprioritäten wird Deutschland weiter begleiten. Solange der Staat keine klare Antwort auf die Frage gibt, wie Gelder vergeben und kontrolliert werden, bleibt das Vertrauen der Steuerzahler fragil – und die nächste Beitragserhöhung nur eine Frage der Zeit.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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