Thursday, 29. October 2026
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Ukrainische Jugendliche: Auszeit vom Krieg in Berlin

Die Interchange Academy bringt ukrainische Jugendliche nach Berlin – für eine Woche Normalität, Austausch mit deutschen Gleichaltrigen und Abstand vom Kriegsalltag.

Redaktion · 29. October 2026, 14:30 Uhr · 3 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 29.10.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Die Ukraine erlebt ihren fünften Kriegswinter – und für viele ukrainische Jugendliche bedeutet das: aufwachsen zwischen Luftalarm, Drohnenangriffen und der ständigen Sorge um die eigene Familie. Die Interchange Academy setzt genau hier an: Das Programm bringt ukrainische und deutsche Jugendliche regelmäßig für einige Tage nach Berlin zusammen, um ihnen eine kurze Auszeit vom Kriegsalltag zu ermöglichen – und gleichzeitig den Dialog zwischen beiden Ländern zu fördern.

600 Bewerber, 16 Auserwählte

Der Andrang auf das Austauschprogramm ist enorm: 600 ukrainische Jugendliche hatten sich beworben, nur 16 wurden für die aktuelle Runde ausgewählt. Gemeinsam mit deutschen Gleichaltrigen verbringen sie eine knappe Woche in der deutschen Hauptstadt. Auf dem Programm stehen Gespräche über Politik, Zukunftspläne und die Realität des Krieges in der Ukraine.

Viele der Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben russische Besatzung, Flucht oder Vertreibung am eigenen Leib erfahren – oder leben in unmittelbarer Nähe zur Front. Ihre Geschichten machen deutlich, wie weit der Krieg von einem abstrakten Nachrichtenereignis entfernt ist und wie tief er in den Alltag junger Menschen eingreift.

Alltag nah der Front: Paulinas Geschichte

Paulina ist 15 Jahre alt und lebt in der Region Sumi, rund 30 Kilometer von der Frontlinie entfernt. Eine normale Jugend kennt sie nicht. Noch am Vortag ihres Berichts gab es einen erneuten Drohnenangriff auf ihre Heimatstadt. „Das ist schwer, dass meine Familie dort ist und ich hier”, sagt sie. „Aber es tut auch gut hier zu sein, denn hier gibt es keine Drohnen oder Raketen und man kann schlafen.”

Ihre Art, den Krieg aktiv zu unterstützen, ist dabei keine Ausnahme unter den Jugendlichen:

  • Paulina spendet monatlich einen Teil ihres Taschengeldes an die ukrainische Armee.
  • In den Sommerferien knüpfte sie gemeinsam mit Freunden Tarnnetze für ukrainische Soldaten.
  • Viele Schülerinnen und Schüler unterstützen die Armee in den Ferien – finanziell wie moralisch.
  • Der Austausch in Berlin gilt für sie als seltene Möglichkeit, einfach jung zu sein.

Klitschko und die Träger des Programms

Hinter der Interchange Academy stehen zwei namhafte Organisationen: die Egidius Braun-Stiftung des Deutschen Fußball-Bundes und die Klitschko Foundation. Boxweltmeister und Botschafter Wladimir Klitschko treibt das Projekt maßgeblich voran und ist selbst aktiv in die Begegnungen eingebunden.

Klitschko betont die unsichtbaren Wunden, die der Krieg bei Kindern und Jugendlichen hinterlässt: „Das Schlimmste sind die Narben in der Mentalität. Sie haben in ihrer Kindheit erlebt und gesehen, was auch Erwachsene nur schwer verarbeiten können.” Deshalb gehört auch bewusste Ablenkung zum Programm – etwa gemeinsame Fußballspiele, die den Jugendlichen Leichtigkeit und Normalität zurückgeben sollen.

Kurze Auszeit, bleibende Verbindungen

In wenigen Tagen kehren die ukrainischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer in ihre Heimatstädte zurück – und damit auch in den Kriegsalltag mit Sirenen, Evakuierungen und Ungewissheit. Ziel des Programms ist es, neben der temporären Erholung vor allem dauerhafte Netzwerke zwischen ukrainischen und deutschen Jugendlichen zu schaffen und die Geschichten der Betroffenen sichtbar zu machen.

Angesichts des nun fünften Kriegswinters gewinnt dieser Austausch an Bedeutung: Er zeigt, dass humanitäre Unterstützung nicht nur materielle Hilfe bedeutet, sondern auch Raum für Menschlichkeit, Begegnung und ein Stück gelebte Jugend – auch inmitten des Krieges.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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